Strandwanderer aus Wollmeise Pure

Ein neues Tuch ist fertig. Es ist der Strandwanderer von Lea Viktoria geworden. Endlich, muss ich sagen! Denn auch bei diesem Tuch zog sich das Stricken über weite Strecken wie Kaugummi – ähnlich wie schon bei meinem Zick-Zack-Schal. Ich merke einfach immer mehr, dass ich ein gewisses Maß an Abwechslung beim Stricken brauche. Entweder im Muster oder wenigstens in den Farben. Beides bot der Strandwanderer leider nicht, so dass ich mich ganz schön durchkämpfen musste. Da ich aber so gut wie immer erst ein Projekt abschließe, bevor ich ein neues beginne, war das eine ganz gute Motivation. Meine beiden nächsten geplanten Projekte versprechen nämlich sehr interessant zu werden.

Strandwanderer

Das Strickmuster: “Strandwanderer” von Lea Viktoria

Der Strandwanderer ist ein Tuch mit einer interessanten Konstruktion. Dadurch kommen besonders Garne mit kürzeren Farbverläufen gut zur Geltung. Man strickt die meiste Zeit nur rechte Maschen und muss das Strickstück oft wenden. Die Anleitung ist auf deutsch und englisch erhältlich und im Großen und Ganzen gut verständlich. Es gibt einige knifflige Stellen, die auch nicht ganz selbsterklärend sind. Aber das scheint die Designerin mittlerweile zu wissen, denn bei Ravelry wird noch ein ergänzendes Tutorial (kostenlos zur Anleitung) angeboten. Darin ist auch erläutert, wie man sozusagen rückwärts strickt, damit man eben nicht ständig die Arbeit wenden muss. Allerdings habe ich das nicht hinbekommen. Irgendwo stand ich wahrscheinlich auf dem Schlauch, so dass ich dann einfach unter ständigem Wenden weiter gestrickt habe.

Die Wolle: “Pure” von Rohrspatz und Wollmeise

Die Wollmeisen-Garne werden ja ziemlich gehypt und so kam ich natürlich nicht umhin, auch welche in meinen Stash aufzunehmen. Für dieses Projekt habe ich meinen Strang der Qualität “Pure” verstrickt, die auch für dieses Strickmuster empfohlen wird. Die Farbe heißt “Isarkiesel” und passt somit thematisch sogar irgendwie zum Strandwanderer. Die Pure-Stränge von Rohrspatz und Wollmeise haben nicht wie oft üblich 100g, sondern sogar 150g mit 525m Lauflänge, so dass ein einzelner Strang schon für ein anständiges Tuch ausreicht. Das Garn hat Fingering-Stärke, ist dabei aber nicht nur 4-fach, sondern 8-fach verzwirnt. Dementsprechend handelt es sich um ein recht fest verzwirntes Garn, was mir beim Stricken aber keine Probleme machte. Interessanterweise hatte ich immer das Gefühl, Baumwolle zu verstricken und keine reine Merino-Wolle. Dieser Eindruck wird sicher durch die Verzwirnung, aber auch durch den Glanz und die enorme Farbsättigung des Garns hervorgerufen.

Strandwanderer

Das fertige Tuch ist angenehm weich, kratzt nicht und fällt schön. Durch die asymmetrische Form ist es eher länglich und lässt sich fast wie ein Schal tragen. Das Muster des Strandwanderers sieht auf der Vorder- und der Rückseite gut aus, was mir gerade bei Schals wichtig ist, damit ich nicht immer aufwendig drapieren muss.

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