Patchwork-Decke aus Jersey-Resten

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Beim Nähen entstehen zwangsläufig Stoffreste. Und mir fällt es sehr schwer, diese Reste wegzuwerfen – selbst wenn sie nur klein sind. Nur wenn man alles, was an Stoff so übrig bleibt, aufhebt, sammelt sich relativ schnell eine ganze Menge an. Bald stellt sich dann die Frage, was man aus diesen Stoffresten eigentlich noch nähen kann. Für Baumwolle bieten sich natürlich Patchwork-Arbeiten an. Aber geht sowas auch aus Jersey-Resten? Ich habs probiert und entstanden ist eine kuschelige Patchwork-Decke aus Jersey-Resten.

Patchwork-Decke aus Jersey-Resten

Restemanagement

Damit mich der Blick in die Restekiste nicht erschlägt, habe ich ein paar Strategien.Ich habe mir angewöhnt, schon gleich nach dem Zuschneiden den übrigen Stoff zu sortieren:

  • Stoffstücke aus Maschenware, die mindestens 20x40cm und möglichst viereckig sind, kommen in den Stash zurück. Daraus lassen sich dann zum Beispiel noch Einfassungen für Halsausschnitte oder Ärmelbündchen nähen.
  • Reste aus Webware von 10x30cm oder mehr kommen ebenfalls wieder in den Stash. Diese Stücke kann man beispielsweise für Täschchen oder Applikationen nutzen.
  • Kleinere Reste landen getrennt nach elastischen und unelastischen Stoffen in zwei Kisten. Vorher prüfe ich aber, ob sich mindestens ein Quadrat von 5x5cm daraus schneiden lässt.
  • Alles, was noch kleiner ist, lohnt sich für mich nicht, aufgehoben zu werden. Ich hatte mal auch die allerkleinsten Reste aufgehoben, weil ich gelesen hatte, dass man die noch als Füllmaterial nutzen könnte. Das habe ich dann auch probiert, war aber ziemlich unzufrieden mit dem Ergebnis.

Quadrate ausschneiden

Für meine Patchwork-Decke aus Jersey-Resten habe ich die Stoffstücke in verschieden große Vierecke geschnitten. Je nachdem, welche Größe sich noch ergab, hatten meine Vierecke folgende Maße (Höhe x Breite):

  • 5×5 cm
  • 5×10 cm
  • 10×5 cm
  • 10×10 cm
  • 10×15 cm
  • 15×5 cm
  • 15×10 cm
  • 15×15 cm

Für einen besseren Überblick kan jede Größe in einen eigenen Beutel.

Das Patchwork nähen

Nachdem ich irgendwann eine gewisse Zahl Jersey-Vierecke zugeschnitten hatte, habe ich begonnen, sie zusammenzunähen. Hierfür habe ich zuerst einfach zwei Reihen aus einzelnen Stücken genäht. Ich habe lediglich darauf geachtet, Vierecke zu nehmen, die gleich hoch waren. Meine Reihen hatten eine Länge von 150cm, denn so breit sollte die Decke werden.

Zwei so entstandene Reihen habe ich dann einfach rechts auf rechts aneinander genäht. So ging es dann immer weiter. Zwischendurch habe ich wieder neue Vierecke zugeschnitten. Man braucht nämlich echt viele Stoffstückchen für so eine Decke.

Die Decke zusammensetzen

Für die Rückseite der Decke habe ich ein ganz flauschiges Kunstfell (unbeauftragte Werbung) gekauft. Dadurch, dass das sehr dick ist, konnte ich auch auf eine Füllung der Decke verzichten. So habe ich Patchwork- und Rückseitenteil links auf links aufeinander gelegt und mit Schrägband eingefasst. Das Schrägband aus Baumwollstoff habe ich dafür selbst hergestellt. Das geht relativ leicht mit einem Schrägbandformer*. Ich habe diese Einfassung komplett mit der Maschine angenäht, weil ich einfach endlich mit der Decke fertig werden wollte. Per Hand angenäht, wäre es natürlich ordentlicher geworden.

Noch ein paar Tipps zum Nähen einer Patchwork-Decke aus Jersey-Resten

Wenn ihr die Reihen aneinandernäht, beginnt immer auf der anderen Seite als in der Reihe davor. Sonst verzieht die Decke sich schnell in eine Richtung.

Steckt das Patchwork-Teil gut auf dem Rückseitenstoff fest, bevor ihr alles einfasst. Dabei solltet ihr aber keinesfalls versuchen, den Jersey in Form zu ziehen. Denn beim Nähen wird der Stoff sich sowieso wieder in seine ursprüngliche Form zurückziehen.

Nutzt fürs Einfassen einen Obertransportfuß* an der Nähmaschine, falls ihr einen habt. Dann bewegen sich die dicken Stofflagen beim Zusammennähen besser vorwärts. Außerdem wird die Lage, die oben liegt, nicht gestaucht oder wellig angenäht.

Patchwork-Decke aus Jersey-Resten

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